Markisen – Luxus oder Notwendigkeit?
Es gibt Dinge, die gehören zum täglichen Leben dazu, sind unverzichtbar und daher notwendig – abgesehen von dem „Lebensnotwendigen“ wie atmen, essen und schlafen. Natürlich zählen dazu Errungenschaften unserer modernen Zivilisation, also etwa fließend warm/kalt Wasser, Strom, ein Bad im Haus / in der Wohnung und nicht nur eine Hinterhoflösung wie noch vielleicht vor 40 oder 50 Jahren, eine Küche etc. All diese Dinge würde heute wohl kaum einer Luxus nennen. Sie sind gewöhnlicher Standard. Verziert man nun die Armaturen, wählt eine maßgefertigte Dunst-Abzugshaube, eine Badewanne mit goldenen Füßchen oder ähnliches sieht das selbstverständlich wieder anders aus, aber Sie verstehen, was gemeint ist.
Das konkrete Beispiel
Wenn man sich nun ein Haus baut oder eine Wohnung einrichtet, muss man oft auch finanziell kalkulieren und lässt besagten Luxus weg, wo er nicht finanzierbar ist. Da spart man an teuren Möbeln oder dem Boden – schließlich steht Laminat dem Parkettboden in fast nichts nach – , begnügt sich mit dem alten Fernseher, es muss nämlich nicht gleich ein leinwandgroßer Flatscreen sein, und beschirmt die Terrasse oder den Balkon mit einem einfachen Sonnenschirm, denn eine Markise kann man später immer noch nachrüsten. So weit, so gut. Klar, man kann ja auch billige Fliesen nehmen und die wieder austauschen, wenn Geld dazu da ist. Dass das allerdings eine riesige Sauerei und ein unheimlicher Aufwand ist, scheint beim Kauf vergessen. Sollte es aber nicht. Ähnlich verhält es sich mit einer Markise. Aber probieren wir es zunächst mit dem Schirm.

Ein gemütlicher Sommerabend?!
Sie haben Gäste eingeladen – vielleicht sogar zur Einweihungsparty der neuen Bleibe – und freuen sich auf einen schönen Abend. Dafür haben Sie sich kulinarisch richtig ins Zeug gelegt, haben Kochbücher gewälzt, hochwertig eingekauft und alles geschmackvoll und appetitlich angerichtet. Bevor die Gäste kommen, richten Sie den Tisch draußen her, da es warm und noch sonnig ist und man im Freien die ersten sommerlichen Abende genießen möchte. Die Gäste kommen, man setzt sich gemeinsam hin und Sie…., ja, Sie essen nicht wirklich mit, denn damit keiner Ihrer Gäste direkt in die Sonne schauen muss, sind Sie als aufmerksamer Gastgeber ständig darum bemüht, den Sonnenschirm so auszurichten, dass er eine unmittelbare Sonnen-Einstrahlung verhindert und da die Sonne bekanntlich wandert, bzw. die Erde sich dreht, ragt sie in regelmäßigen Abständen wieder unter dem Schirm hervor. Eine lästige Aufgabe, dieses Schirm-Drehen. Und Unruhe bringen Sie so auch in die Runde. Eine Markise würde Sie und Ihren Besuch jetzt die ganze Zeit über gut beschatten, einfach, weil sie größer und flächiger ist als jeder Sonnenschirm. Nun spielte dieses Szenario eben noch auf einer relativ geräumigen Terrasse, auf der Sie Platz haben, ständig aufzustehen, den Schirm auszurichten und sich hinzusetzen. Was aber tun, wenn Sie auf einem Balkon sind, auf dem es bekanntlich meist nicht ganz so großzügig zugeht wie am Boden? Der Schirm ist vermutlich dementsprechend kleiner und muss öfter neu zur Sonne hin gedreht werden. Ihre Gäste rücken mit den Stühlen zum Tisch hin, damit Sie an ihnen vorbei zum Schirm hin und zurück zu Ihrem Platz kommen. Ein wahrer Spießrutenlauf, oder? Und jetzt noch einmal die Frage:
Tut es ein Sonneschirm für den Anfang wirklich?