Sie haben sich entschieden – es soll eine Markise ans Haus oder über den Balkon der Wohnung. Sehr gut. Welche soll’s denn sein? Wir hätten da Fassaden-, Gelenkarm-, Korb-, Kassetten-, Fallarm-, Hülsenmarkisen oder Markisoletten. Wie, was meinen wir damit? Ihnen stehen jetzt die Fragezeichen auf der Stirn und Sie überlegen, was jetzt wohl bei den Modellen die Unterschiede sind? Bevor Sie lange grübeln und versuchen, aus den Bezeichnungen schlau zu werden, kommt im Folgenden eine kleine Übersicht, die Ihnen hilft, die unterschiedlichen Namen zuzuordnen. Die Reihenfolge ist dabei willkürlich und ohne Belang.
Die Fallarmmarkise
Wir beginnen mit der Fallarmmarkise. Sie unterscheidet sich von den anderen Markisentypen vor allem darin, dass ihr Behang nicht seitlich geführt wird. Stattdessen bewegt sich das Fallrohr halbkreisförmig durch seitliche, um einen Drehpunkt bewegliche Arme nach unten. Vorwiegend verwendet man Acrylstoffe als Behang, die man ab etwa 120 cm Breite senkrecht verarbeitet. Einteilige Fallarmmarkisen sind in der Regel 4 Meter breit, gekoppelt sind Maximalflächen von bis zu 22 m² möglich.
Die Fassadenmarkise
Für besonders große oder größere Flächen, ob gerade oder abgewinkelt, eignen sich Fassadenmarkisen mit seitlichen Führungen. Diese gibt es in verschiedenen Formen und Größen sowie mehrteiligen Ausführungen. Die sogenannte Wickelwelle und die Abdeckblende befestigt man an den Führungsschienen, die auch im Rahmen der
Fassadengestaltung zum Einsatz kommen. Montiert werden die Markisen mit Abstandshaltern vor der Fassade.
Die Hülsenmarkise
Bei der Hülsenmarkise sind die Konstruktionsteile im eingefahrenen Zustand nicht zu sehen. Tragerohr, Tuchwelle und Gelenkarme verschwinden vollständig im System. Der Markisenkasten wird als Hülse montiert, bei der die Wandkonsolen mit einem Abstand von ca. 3 – 7 cm von der Wand entfernt angebracht werden. Vorne endet die Markise im Normalfall mit der Fallstange, die hier als Kastenabschluss ausgebildet ist und nach Wunsch mit einem Volant versehen werden kann.
Die Kassettenmarkise
Wie bei der Hülsenmarkise sind auch bei der Kassettenmarkise im eingefahrenen Zustand alle Konstruktionsteile unsichtbar. Der Markisenkasten wird drei- oder vierseitig ausgebildet und ist dabei entweder nach hinten zur Wand hin offen oder ringsum geschlossen. Die Konstruktionen unterscheiden sich in der Bausweise. So kann der Markisenkasten mehrteilig oder eine einteilige stranggepresste Variante sein. Ähnlich der Hülsenmarkise ist der Abschluss eine Fallstange, die mit einem Volant verblendet werden kann. Zusätzlich ist es hier auch möglich, mit einer Klappenlösung dafür zu sorgen, dass das Ausfallprofil komplett mit dem Volant in den Markisenkasten einfährt.
Die Markisolette
Dieser Markisentyp gleicht in vielen Punkten der Fassadenmarkise in senkrechter Form. Jedoch fährt bei Markisoletten nur der Behang aus und das bis zu einem festgelegten Höhepunkt senkrecht nach unten. Danach kann er durch eine höhenverstellbare Ausfallgarnitur ausgestellt werden. An den Führungsschienen befestigt man die Wickelwelle und die Abdeckblende, die auch bei der Markisolette bei der Fassadengestaltung eine Rolle spielen.
Die offene Gelenkarmmarkise
Entgegen der Kassetten- oder Hülsenmarkise ist bei der offenen Gelenkarmmarkise jedes Konstruktionsteil, wie etwa das Tragerohr, die Tuchwelle und die Gelenkarme im
geschlossenen Zustand zu sehen. Vorne schließt sie meist mit einem Volant. Diesen gibt es auch in einer eindrehbaren Variante, mit der der Volant im Winter vor Eis und Schnee geschützt ist. Außerdem kann er als Volantrollo mit einer Kurbel oder elektrisch bedient werden. Der Gelenkarm sorgt dafür, dass das Markisentuch sich ausfahren lässt und dabei gestrafft wird, ist parallel zur Ausfallebene angelegt und besteht aus mindestens drei Gelenken. Diese sind hinten, mittig und vorne angebracht.







