Saturday, February 4, 2012
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Eine Markise für alle Fälle? – Es geht auch differenzierter

Haus, Terrasse, Balkon, Gastronomie oder Schaufenster – es gibt viele Möglichkeiten, eine Markise anzubringen und zu nutzen. Die Frage ist immer, wofür man sie braucht.

Markise „Definition“ und gemeinsame Merkmale

Grundsätzlich haben alle Markisen eines gemeinsam: Sie dienen als Vorrichtungen, mit denen eine Öffnung oder eine Fläche mittels aufrollbarem, faltbarem oder starrem Behang gegen Sonneneinstrahlung und Regen geschützt werden soll. Dennoch unterscheiden sich die Markisen voneinander. Zunächst unterteilt man sie anhand verschiedener Konstruktionsmerkmale. Diese sind im Wesentlichen jeweils die Ausbildung der Konstruktionsteile (Tragerohr, Tuchwelle, Gelenkarme), des Markisenkastens und des vorderen Abschlusses. Danach gliedern sich die Markisen in verschiedene Typen. Die gängigsten sind die Fallarmmarkisen, Fassadenmarkisen, Hülsenmarkisen, Kassettenmarkisen und Korbmarkisen. Die einteiligen unter den Markisen können eine Breite von bis zu 6 Metern haben, einige Hersteller legen sie sogar bis auf 7 Meter an. Der wichtigste Bestandteil der Markise ist der Gelenkarm, den es je nach Typ in diversen Ausführungen gibt. Allerdings sind auch hier grundliegende Merkmale bei allen Markisen-Varianten (fast) identisch. Dazu gehört, dass der Gelenkarm stets parallel zur Ausfallebene angeordnet wird und aus mindesten drei Gelenken (hinteres, mittleres und vorderes Armgelenk) besteht. Durch diese Gelenke samt Federn und teilweise auch Gasdruckdämpfern gewährleistet die Konstruktion das Ausfahren und Straffen des Markisentuchs. Ab einer Breite von 6,5 Metern ist es üblich, zwei Gelenkarme zu verwenden. Die Kraftumlenkung im Gelenkarm erfolgt auf drei unterschiedliche Techniken: die Segment-, die Seil- und die Kettenumlenkung. Bei der Segmentumlenkung, die aus stabilem stranggepresstem Aluminium besteht, ist das System in beweglichen Teflonbuchsen gelagert. Dadurch lassen sich Verschleißerscheinungen durch die Biegung weitestgehend vermeiden. Dieser Umstand macht diese Umlenkungsart besonders
widerstandsfähig und langlebig. Bei der Seil- und Kettenumlenkung werden, wie der Name schon vermuten lässt, ein strapazierfähiges Stahlseil oder eben eine robuste Gliederkette verwendet.


Materialien

Am besten eignet sich für die Gelenkarme eloxiertes oder pulverbeschichtetes Aluminium. Wie so vieles liegt auch hier im Auge des Betrachters, was das „richtige“ oder „passende“ Material ist. Die Entwicklung am Markt geht aber ganz klar in diese Richtung, denn das Modell aus Aluminium hat sich als praktikabel, stabil und gut in der Handhabung erwiesen. Dies sind alles Kriterien, die in der Branche als wegweisend gelten. Bei den beweglichen Teilen sind geschmiedete Bauteile die erste Wahl, einfach weil sie besonders fest sind. Manch ein Markisenhersteller setzt auch Stahl ein, dann aber nur pulverbeschichtet. Auch polierter Edelstahl und Gussteile finden vereinzelt Verwendung. Der Markisen-Bezugsstoff kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Durchgesetzt haben sich Acryl, Polyester-Gewebe und PVC. Sie alle sind pflegeleicht, mehr oder weniger farbecht, wasserfest / -dicht, reißfest und schützen vor UV-Strahlung (teilweise aber erst nach einer speziellen Behandlung). Natürlich steht nirgendwo geschrieben, dass man nicht auch andere Stoffe einsetzen kann. Dies hängt dann oft von der Verwendung und dem Einsatzgebiet der Markise ab.

Einsatzgebiete

Welche Markise wofür verwendet werden muss, steht nirgends geschrieben und bleibt letztlich dem Besitzer überlassen. Manchmal ist es einfach eine Frage des Geschmacks. Trotzdem sind Tendenzen auf dem Markt erkennbar und das ein oder andere Modell hat sich eben in einer ganz bestimmten Verwendungsrichtung etabliert und bewährt. Auf dem Balkon oder der heimischen Terrasse zum Beispiel finden wir am häufigsten die sogenannten Kassettenmarkisen. Sie lassen sich einfach montieren, sowie bedienen und überdachen die zu beschattende Fläche zuverlässig. Geht es eher um Schaufenster, also den gewerblichen Bereich, treffen wir meistens auf Korb- oder Fassadenmarkisen. Sie beschirmen Flächen wie Balkone nicht ganz so gut wie Öffnungen (eben Schaufenster) und sind daher gerade für diese Zwecke ideal geeignet. Außerdem dienen sie im gewerblichen Bereich auch als Werbefläche, da ihre Oberseite zumindest zum Teil für Passanten erkennbar ist und drauf
gedruckte Logos, Slogans etc. gut gelesen werden können.

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