Pflegetipps für Markisen – Chemie gegen Naturprodukte
Der Sommer ist vorbei…
Der Sommer ist vorbei, die Markise hat ganze Arbeit geleistet und soll nun für den Winter „fit gemacht“, sprich eingemottet werden. Dreck, Blütenstaub, Laub, Wasserflecken und andere Rückstände der vergangenen Markisen-Saison wollen sorgfältig entfernt werden, damit die Markise frisch und sauber ihren Dornröschen-Schlaf antreten und im nächsten Jahr gut ausgeruht und strahlend wieder ihren Dienst antreten kann. Doch wie reinigt man das gute Stück am besten? Welche Mittel sind „erlaubt“ und schaden dem Bezugsstoff nicht, welche sind tabu? Und allgemein: Chemie oder besser Naturprodukt? Für und Wider gibt es für beide Seiten, denn jede hat ihre Vor- und Nachteile. Im Folgenden wollen wir in einem kurzen Abriss auf die wichtigsten Regeln und Tipps hinweisen, Tricks zur Reinigung vorstellen und es Ihnen damit zumindest ein bisschen leichter machen, sich zu entscheiden.
Dreck ist nicht gleich Dreck
Zunächst einmal ist zu klären, um welche Verschmutzung an sich und um welchen Grad der Verschmutzung es sich handelt. Schließlich sollte man nicht sprichwörtlich mit
Kanonenkugeln auf Spatzen schießen. Ist das Markisentuch „nur“ mit Laub bedeckt, so brauchen Sie überhaupt keinen weiteren Reiniger, weder chemisch noch natürlich. Hier reicht
es, mit einer einfachen Bürste das Tuch abzubürsten und das Laub und ähnliche Rückstände auf diese Art und Weise zu entfernen. Am besten lassen Sie nasses Laub noch vor dem
Reinigen trocknen, denn dann können Sie es problemlos und ohne große Mühe entfernen.
Eine breite Produktpalette für und gegen alles
Hat Ihre Markise sich dann doch den ein oder anderen Flecken eingefangen, der nun das schöne Erscheinungsbild stört und noch dazu eventuell längerfristig dem Bezug Schaden
zufügen könnte, ist Handlungsbedarf, weil nicht jede Verschmutzung eine rein optische Angelegenheit ist. Manche Substanzen wie zum Beispiel Vogelkot oder auch Blütenstaub
können das Material angreifen und über einen gewissen Zeitraum, wenn sie nicht entfernt werden, sogar ernsthafte Schäden anrichten. Jetzt kommt die Frage aller Fragen: Chemische
Keule oder Naturprodukt? Nun, letztlich liegt es bei Ihnen, doch sollten Sie einiges bei Ihrer Wahl beachten. Je nach dem, welchen Bezugsstoff Sie haben – die gängigsten sind
Polyester-Gewebe, Acryl oder PVC – können Sie nicht frei nach Belieben jedes Reinigungsmittel einsetzen, das Sie im Supermarkt finden. Manche Bezugsstoffe zum
Beispiel vertragen keine ätzenden Chemikalien und könnten durch eine derartige, in diesem Fall ja falsche Behandlung dauerhaft an Stabilität, Elastizität und Regenundurchlässigkeit
verlieren. Außerdem sind viele Markisenstoffe imprägniert, damit sie beispielsweise vor gefährlicher UV-Strahlung schützen. Diesen Schutz riskieren Sie, wenn Sie mit chlorhaltigen
oder ähnlich „scharfen“ Mitteln ans Werk gehen. Zudem ist das meist auch gar nicht nötig. Wenn Sie die Flecken nicht über Jahre hinweg auf der Markise lassen (was Sie aus den
bereits genannten Gründen ohnehin nicht tun sollten), gibt es kaum eine Verschmutzung, die sich nicht mit lauwarmem Wasser und etwas Seife einfernen ließe. Sollte diese Mischung auf
einem Lappen, den Sie in kreisenden Bewegungen über die Markisen führen, nicht ausreichen, können Sie auch eine weiche Bürste zur Hilfe nehmen. Wichtig dabei ist, dass die Borsten
nicht zu hart sind, da sie sonst das Gewebe oder dessen empfindliche und womöglich imprägnierte Oberfläche zerstören oder zumindest verletzen.
Fazit
Grundsätzlich lässt sich also festhalten: Naturprodukte gehen vor Chemie. Nicht nur, weil letztere bei Ihrer Markise mehr Schaden als Nutzen anrichten können, sondern auch, weil sie
die Umwelt belasten und oft nur schwer oder gar nicht abbaubar sind.







