Markisoletten – die Alternative zu Außenrollos
Allgemeines zur Markisolette
Eine besondere Form der Markisen stellen die Markisoletten dar. Als Alternative zu Außenrollos werden sie sehr oft für die Beschattung von gewerblichen und öffentlichen
Gebäuden und Einrichtungen genutzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sich nicht auch für den privaten Bereich eignen und so erfreuen sie sich auch beispielsweise als Sonnenschutz für nicht-öffentliche Arbeitsräume wachsender Beliebtheit. Letztlich handelt es sich bei der Markisolette um eine Mischform aus Außenrollo und ausstellbarer Markise.
Wie eine Markisolette funktioniert
Zunächst wird die Markisenbespannung ähnlich einem Rollo abgerollt. Dann schwenkt sie wie bei einer ganz gewöhnlichen Markise ab einem bestimmten Umlenkpunkt vertikal nach außen. Dank dieser Eigenschaft ist sie auch bei sehr steil stehender Sonne ein äußerst effektiver Sonnenschutz und das, ohne den Durchblick durch das beschattete Fenster allzu sehr zu
behindern. Das schöne an Markisoletten ist, dass man sie auch nachträglich einfach, schnell und problemlos montieren kann. Außerdem kann man den Bedienungskomfort noch erheblich
steigern, indem man die Markisolette mit einem elektrischen Motor antreibt.
Anbringung und Montage
Ähnlich leicht wie die Handhabung ist auch die Montage. Die Markisenarme werden dabei seitlich mit Rollengleitern in Aluminiumschienen angebracht, in denen sie dann auch geführt
werden. Im völlig ausgefahrenen Zustand schließt die Markisolette das Fenster fast vollständig ab. Zur Belüftung jedoch bleibt ein schmaler Spalt, der gerade im Sommer
unerlässlich ist für ein angenehmes Raumklima. Der sogenannte Ausstellschlitten beginnt mit seiner waagrechten Bewegung an einem Anschlagpunkt, der vorher an jeder Markisolette
variabel festgelegt wurde. Die Ausstellkraft, die dafür nötig ist, wird direkt über eine Torsionsfeder am Armdrehpunkt geliefert. Wie weit die Markisolette ausgestellt werden kann,
hängt vom System ab, doch in der Regel beträgt der Ausstellwinkel bis zu 155 Grad. Da die Markisoletten im ausgefahrenen Zustand bisweilen sehr windempfindlich sind und dadurch
leicht kaputt gehen könnten, sind sie zusätzlich mit einer Hochschlagsicherung ausgestattet. Außerdem kann die Torsionsfeder an besonders windanfälligen oder –empfindlichen
Fassaden bei Bedarf durch eine stabilere Gasdruckfeder ersetzt werden. Dann ist gewährleistet, dass die Markisolette enorm stabil ist, auch bei starkem Wind. Sie kann dann
einer Windgeschwindigkeit von bis zu 60 Kilometern pro Stunde ohne Weiteres trotzen. Was darüber hinaus geht, könnte der Markisolette allerdings durchaus geringen bis erheblichen
Schaden zufügen, weshalb es ratsam ist, die Markisolette bei aufziehenden Stürmen einzuholen. Im ungünstigsten Fall kann es nämlich sonst passieren, dass die Markisolette
zerstört wird, sich verselbstständigt oder gar an anderen Gegenständen wie Autos unschöne und vor allem für den Markisoletten-Besitzer kostspielige Schäden anrichtet, für die dann
keine Versicherung aufkommt.
Wie groß ist „groß“ oder „groß genug“?
Bei den Größen scheiden sich die Geister. Hier kommt es auf den Platz an und vor allem auf das zu beschattende Fenster. Generell sind Breiten bis zu 300 cm und Höhen von bis zu 250
cm noch in der Norm. Befinden sich mehrere Markisoletten an einer Fassade, empfiehlt es sich, sie zur besseren Bedienung mit einer identischen Einstellung zu koppeln. Bewegt werden
die Markisoletten meist durch einen Schnur- oder Gurtzug oder einen Kurbelmechanismus. Wer es bequemer mag, greift auf einen Elektroantrieb zurück und drückt fortan nur noch auf
einen Knopf, damit sich die Markisolette in Bewegung setzt.







